Biografie: |
Im Grunde hat das ganze Projekt im Juni 2001
angefangen. Zwei Davids (L' Wood & P.S.Y.) auf dem Dachboden eines
Hauses, wo gerade eine sogennante "Abrissparty" gefeiert wurde. In
Begleitung hatten sie einen gelb, rot, blau, grünen
Kinderspielzeugkassettenrekorder. Um genau zu sein, einen „My First
Sony“, der für erste Accapellas missbraucht wurde. Tage später dann
die ersten Beats mit Ejay produziert und fix eine erste EP geplant,
allerdings ohne den geringsten Plan wie oder wo man die Tracks
recorden könnte. Immerhin zwei Lieder haben es soweit gebracht, aber
dazu später mehr.
2002 - The Foundation
Am 04.11.02 bekommt Crim eine SMS mit äußerst
kuriosem Inhalt, komplett in Englisch geschrieben. Diese existiert
zwar immer noch auf seinem Handy, wird dem Leser aber leider
vorenthalten. Aber wer ist überhaupt Crim und was hat er in dieser
Biographie verloren? Jedenfalls...
Ein paar Monate vor der Sms war Elwood an der Trabrennbahn in
Dinslaken skaten. Da stolpert ihm doch tatsächlich ein Kerl mit einem
Cypress Hill T-Shirt vor sein Deck. Mehr als genug Gründe für den
damals 16 jährigen L' Wood den damals 16 jährigen Crim anzusprechen.
So wurden halt Nummern getauscht und die ersten Treffen arrangiert.
Schnell wurde beiden klar, dass man Musik machen wollte, Rapmusik, und
zwar amerikanische. Anfangs hätte man keinen Gedanken daran
verschwendet, dass diese Entscheidung im weiteren Lebensverlauf der
Beteiligten eine enorme Rolle spielen könnte, denn es war (noch) alles
Just 4 Fun. Doch war es das nicht für jeden am Anfang?
Welchen Teil des Übernehmerischen Teils übernimmt Crim also in der
Crew, nachdem schnell klar wird, dass L' Wood wohl eher den vocalen
Part übernehmen wird? Und wo zum Teufel ist P.S.Y? Crim entscheidet
sich erstmal für’s DJ’n und somit auch den Rest der Technik zu
handlen.
Der damals 14 jährige P.S.Y lebt währenddessen seine Jugendphase in
vollsten Zügen aus.
Fine, now we got 1 Mc and 1 Dj. In Crims Keller werden erste Beats für
die erste „EP“ aus dem Netz gesogen, die sich aber schon wesentlich
später als Mixtape entpuppen sollte. Jetzt wusste man immerhin WAS man
machen wollte, nur noch nicht WIE.
2003 - The Jokerlystic
Ein erster Nachfolger für das „My first Sony“ wurde
im Tapedeck von Crims Vater gefunden. Dieses sieht erstens
professioneller aus, und verspricht zweitens, auf den ersten Blick
grandiose Studioqualitäten. Versprechen werden für gewöhnlich meist
gebrochen, in diesem Falle nicht ausgeschlossen, doch immerhin sieht’s
besser aus als ein buntes Kinderspielzeug das jeder 3 jährige bedienen
kann...
Dann gibts da noch diese Jungs von „Kontrovers“ aus dem Proberaum um
die Ecke zu denen Crim Kontakt hat. Immerhin kann man hier den ersten
Battlemixer und ein „edles“ Reloop Mikro abkaufen. Die Kontakte zu
P.S.Y wurden wieder stärker, die ersten Aufnahmen laufen jedoch nur
mit Crim und Elwood ab. Diese Aufnahmen existieren noch heute, aber
denkt nichtmal im Traum daran danach zu
fragen!
So entstand letztendlich in Crims Keller die 13-Track starke
Jokerlystic-EP. Großteilig im Keller aufgenommen, teilweise bei einem
damalig 24 jährigen Deutschrapper aus Hiesfeld. Er möchte hier
bestimmt namentlich nicht gennant werden, denn er wollte damals schon
in keinster Weise mit uns in Verbindung gebracht werden können, wir
waren nämlich "fake".
Ach ja.... ; Ich vergass...!
Naja, selber schuld! Doch, durch ihn konnten L' Wood und P.S.Y.,
damals noch L-Real und Psy' Kick, erstmals erfahren wie es ist, mit
professionellem Equipment aufzunehmen. Für die ganz interessierten, es
wurden dort -Childhood-, -Get Da $ Whigga-, -Jokerlystic- und -White
Boy- aufgenommen. Warum er das für uns machte? Er wollte bestimmte
Sachen von uns entgegengebracht bekommen, doch Wood und Psy waren halt
immer broke as fuck, soviel dazu.
Nachdem alle Tracks im Kasten waren und offiziel abgenickt wurden,
fing die Arbeit erst wirklich an. Es mussten Cd's erstellt werden die
wenigstens in irgendeiner Weise nach was aussehen sollten. Ein
Presswerk wär zu teuer gewesen, plus das es sich einfach nicht gelohnt
hätte. So entstanden in zäher Manufactur 50 Jokerlystic's, die Heute
schon als Rarität gehandelt werden, Haha. Enstanden durch die blutigen
Hände Crims und L' Woods.
Es folgte der erste offizielle Auftritt (17.07.03), ein paar weitere
auf Geburtstagen und das Schoolsout (19.12.03) wurde kurzerhand auch
noch mitgenommen, natürlich mit Kontrovers im Gepäck. Und es sollte
bestimmt nicht das letzte mal bleiben. Man sammelte erste
Bühnenerfahrungen, und es fing an zu gefallen.
Allerdings wurde kurz nach dem Release der Jokerlystic-EP das
Jokerz-Kader wieder gesplittet. Auf einer Hälfte Crim und L' Wood, und
anderseits der gekickte P.S.Y.
Gründe dafür werden jetzt mal aussenvorgelassen, der Fakt zählt,
weiteres ist nicht wichtig für diese Biografie. Es war jedenfalls eine
kontrovers glücklich, traurige Zeit…
Fine, now we got 1 Mc and 1 DJ… again.
2004 - New Order
Es war hart. 2004 war ein Jahr der Selbstfindung.
Man war wieder zu zweit. Doch, L’ Wood wollte für alles folgende nicht
der einzige Lyricist innerhalb der Crew bleiben, man war ja besseres
gewöhnt. Crim hatte auch kein vergleichbares Interesse mehr am Dj’ing
wie es Anfangs war. So verweilte man und verfestigte die
Kontrovers-Connection, denn, die Jungs schienen offensichtlich
Gleichgesinnte zu sein, ausserdem auch nicht untalentiert.
Mitte 2004 sah es dann so aus, das Crim sich in Richtung Produzenten-/
Beatmakerdasein entwickelte. Erste eigene Beats wurden im
Con.True.Verses-Studio produziert. Anfangs natürlich mit reichlich
Unterstützung des schon im Umgang mit MPC geübten System’s Doubt. So
war Crim nun auf dem unbewussten Pfad den Jokerz-Sound zu entwickeln
und zu prägen. Man wollte sich an keinem Ami-Beatschmied anlehnen,
weder noch abkupfern. Was man auch nicht wollte, war zu Deutsch
klingen. Um es zu verdeutlichen, man wollte etwas neues, unbekanntes
schaffen, was dennoch auf Anhieb gefallen kann.
Naja, welcher Musiker will das nicht?... könnte man sich jetzt fragen.
Die Antwort: Einige. Es gibt zuviele „Musiker“ die sich an
altbewährtem bedienen, um auch wirklich sicher zu gehen das es
ankommt.
Wir zählen uns definitiv nicht zu diesen „Musikern“… (wo bleibt denn
da die Kreativität?)
Nachdem der Anfangs-Hype (Ja, es gab Ihn wirklich) um die Jokerlystic
abebbte, musste man zurück auf dem Boden der Tatsachen feststellen,
dass es doch sehr hart sein kann sich als deutscher, amerikanisch
musizierender Verein zu etablieren. Zum Aufgeben war es allerdings
schon längst zu spät.
So prägte und entwickelte man weiter seinen eigenen Style. Das
diesjährige Schoolsout (17.12.04) wurde natürlich wieder mitgenommen,
natürlich wieder mit NSM-Backup, sprich Kontrovers & Oblik Plait
(System’s Doubt, Sun Gun & Kevin) L’ Wood konnte sogar P.S.Y. für
einen Jokerlystic-Remix verpflichten, der auf eben jenem Schoolsout
performt wurde. Es lief. Nur wohin?
Und was zur Hölle bedeutet NSM? Abwarten…
2005 - New Era
Im ersten Quartal des Jahres 2005 schien sich der
Nebel zu verziehen und man wusste nun, das man auf das erste
Jokerz-Album hinausarbeiten wollte. So kam es , das 2005 im Zeichen
der New Era stand. Man kann es als Aufbruch nach vorne, oder die
Flucht ins alte sehen. Wir waren jedenfalls unzufrieden mit der
Gesamtsituation. So wurden Beats produziert, Lyrics geschrieben,
aufgenommen und wieder von vorne. Irgendwann hatte man eine Auswahl an
Tracks, es musste nur noch gepickt werden. Bevor die CD gepresst
wurde, wurden allerdings Verträge mit NSM (NewSubculturalMovement)
unterschrieben. So kam es dazu das die Jokerz die erste gesignte
Rap-Crew auf diesem Independent -Label/Event-Management wurden.
Jedenfalls, die New Era wurde gepresst, verkauft, gehört, kritisiert,
gelobt, gefeiert, verachtet und vieles mehr... Doch letztendlich war
2005 ein Jahr wo man wieder weiter in die gewollte Richtung
vorgestossen war. Und letztendlich geht es doch nur darum, oder? |